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Bezirksregierung hat Betreuungsvertrag der ZUE Echtrop verlängert

28.11.16 - Soester Anzeiger © Brüggestraße

 

Dank des Zuschlags für die Malteser Werke kann die Gemeinde auf Kontinuität setzen, eine wichtige Nachricht auch für ehrenamtliche Helfer wie Uwe Beißner vom Runden Tisch Asyl (Zweiter von links), hier mit Maren Gockel (links), Carla Bieling und David Strube von den Maltesern. 

Möhnesee - Die Zentrale Unterbringungseinrichtung für Flüchtlinge in Echtrop (ZUE) wird weiterhin von den Malteser Werken NRW betrieben. Das hat die Bezirksregierung Arnsberg jetzt bestätigt.

Der Vertrag läuft über zwei Jahre und bietet zweimal die Option auf ein Jahr Verlängerung. Spätestens in vier Jahren Laufzeit wäre der Betrieb der ZUE also neu auszuschreiben, sofern weiterhin Bedarf für die Einrichtung besteht. 

Für die Gemeinde Möhnesee und Einrichtungen wie den Runden Tisch Asyl oder das Help-Café und die ehrenamtlichen Helfer bedeutet die Entscheidung zugunsten der Malteser Kontinuität. 

Wie Benjamin Hahn, Pressesprecher der Bezirksregierung, erläuterte, hat die Arnsberger Behörde, die landesweit für die Unterbringung der Flüchtlinge zuständig ist, in einem ersten Paket die Betreuung für zehn Einrichtungen ausgeschrieben. 

Die Entscheidung werde jeweils auf der Basis des vorgelegten Konzeptes und des aufgerufenen Preises nach EU-Vergaberecht gefällt. Beim Vergleich der Bewerber komme es besonders darauf ein, inwieweit das Angebot auf die örtlichen Besonderheiten und Voraussetzungen zugeschnitten ist. 

So gebe es in der ZUE Echtrop eine Sporthalle, die entsprechende Möglichkeiten bieten kann. Die Malteser sind seit dem vorigen Jahr für die ZUE in Echtrop zuständig, die im Herbst 2015 ihren Betrieb aufgenommen hat.

Landesweit sind laut Hahn für die Flüchtlingseinrichtungen 26 Bewerber als potenzielle Betreiber im Pool. 

Nach einer Vorauswahl kommen jeweils maximal fünf Anbieter in die engere Wahl. Wie in Rüthen kann es im Zuge der Ausschreibung durchaus zu einem Wechsel kommen, so wird die dortige ZUE ab März nicht mehr von den Johannitern, sondern von dem Privatunternehmen „European Homecare“ betrieben. 

Die ZUE Wickede-Wimbern ist dagegen im zweiten Ausschreibungspaket enthalten, das erst im nächsten Jahr anstehen wird. In diesem Paket seien diejenigen Fälle enthalten, die etwas komplexer sind, berichtete Hahn. 

Dies gelte für Wimbern zum Beispiel, weil hier besonders schutzwürdige Personen wie alleinreisende Frauen oder Frauen mit Kindern betreut werden sollen.