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Ehrenamtliche Helfer für Flüchtlingsbetreuung werden gebraucht 

26.05.16 - Soester Anzeiger © Brüggestraße

 

Maren Gockel, Trainee „Führungskraft Migration“ bei den Maltesern, Uwe Beißner vom Runden Tisch Möhnesee, Carla Bieling von den Maltesern, Koordinatorin Ehrenamt, und Einrichtungsleiter David Strube informierten über die Unterstützungsmöglichkeiten für die Flüchtlingsarbeit.

Möhnesee - Wie läuft’s mit der Flüchtlingsarbeit in der Kaserne in Echtrop? Informationen dazu gaben nun Vertreter der Einrichtungsleitung und Helfer vom „Runden Tisch Möhnesee“. 

Längst klar ist: Aus den ursprünglich angepeilten zwei bis drei Wochen Verweildauer sind für die Neuankömmlinge längst Wartezeiten von bis zu sechs Monaten geworden.

Umzugskartons, das suchen die Helfer in der Aufnahmeeinrichtung in Echtrop besonders dringend. „Wenn wir da einen Sponsor finden könnten, wäre uns sehr geholfen“, sagt nicht nur Uwe Beißner vom „Runden Tisch Möhnesee“. 

Daneben werden laufend Ehrenamtliche gesucht, die die Flüchtlingsarbeit in der ZUE unterstützen. „Die möglichst frühe soziale Einbindung von Asylsuchenden und die Möglichkeit, Deutsch zu lernen und gemeinsam zu erfahren, was in Deutschland üblich ist, wie man miteinander umgeht, das fördert die Integration auf lange Sicht“, so erklärte das Carla Bieling von den Maltesern, Koordinatorin für das Ehrenamt in der ehemaligen Graf-Yorck-Kaserne in Echtrop.

Wofür werden Freiwillige gesucht? Bieling: „Bei der Kinderbetreuung brauchen wir Unterstützung – immer zwischen neun und zwölf Uhr vormittags und 14 bis 16 Uhr am Nachmittag. Daneben möchten wir zusätzliche Angebote schaffen, damit Kinder spielerisch Deutsch lernen können, spielen, basteln backen, turnen, tanzen, Fußball spielen können.“

Ebenso dringend werden Übersetzer gesucht, Männer und Frauen. „Wir brauchen sie als Begleitung beim Gang zum Facharzt, bei Fragen der täglichen Versorgung, bei Gesprächen mit der Bezirksregierung“, erklärte Einrichtungsleiter David Strube. Die Krux: Es fehlen vereidigte Dolmetscher und Übersetzer, die Fachausdrücke fließend drauf haben, wenn es an medizinische Details oder die Tücken des Behördendeutsch geht. Strube: „Wir brauchen also beides: Menschen, die beim normalen Alltagsgespräch übersetzen können, und wir brauchen die Spezialisten, die öffentlich bestellt und vereidigt sind – je mehr, umso besser.“

Die Kleiderkammer in der Kaserne sucht Helfer, die ein- bis zweimal im Monat einen Vor- oder Nachmittag lang zum Sortieren kommen. Bei der Essenausgabe werden ebenso Helfer gesucht, täglich beim Abendessen zwischen 17 und 18.30 Uhr.

Daneben möchten alle eine „Aktionstruppe“ zusammenstellen: Die soll Feste und Veranstaltungen organsieren – oder spontan Gemeinschaftsaktionen anleiern.

„Helfen kann uns jeder“, sagte Carla Bieling: „Wie viel Zeit uns jemand gönnt, ob zu festen Terminen oder nur für ganz bestimmte Aktionen, das können wir im persönlichen Gespräch abklären“.